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A-cappella-Abend verzaubert mit festlichen Klängen
Zum zehnten Konzert lud Canta Nova Saar am Samstag in die Kirche St. Josef in Malstatt ein [...] Mottogemäß startete das Programm mit dem Lied
"Es ist ein Ros' entsprungen", und zwar gleich in dreifacher Ausführung. Auf die Echowirkungen der wenig bekannten Version von Melchior Vulpius
(1570 bis 1615) folgte die bis heute gesungene Weise von Michael Praetorius (1571 bis 1621). Diese bettete der schwedische Komponist Jan Sandström
(geboren 1954) in schwebende sphärische Liegeklänge - das waren mit die packendsten Momente eines Abends mit einem insgesamt überzeugenden Ensemble.
Canta Nova gefiel mit geschmeidigem Klang: die seidenweichen Frauenstimmen durften sich auf kraftvollem Männerfundament räkeln. Mit entsprechender
Tempowahl und fein austarierter Dynamik sorgte Schmidt für Transparenz bis in die letzten Bankreihen. Langer gemeinsamer Atem war gefragt - kein
Problem für die Choristen (Profis und qualifizierte Amateure), die sich optimal präsentieren konnten.
Bei seinem Konzept des "Alt trifft Neu" kombiniert Schmidt Sätze aus Renaissance und Frühbarock mit Noten weniger bekannter heutiger Autoren,
überwiegend aus dem angloamerikanischen Raum: Richard Bennett, Bob Chilcott (Ex-Kings Singer), Paul Edwards, John Rutter, Eric Whitacre und John
Tavener. Stilistisch reichte das von gemäßigt moderner Klassik bis zum Hollywood- und Jazz-Touch (Thad Jones) und verschreckte auch nicht
konservativere Gemüter. Riesenapplaus für einen kontemplativen A-cappella-Abend, den Peter Maas um ein paar atmosphärische Farbtupfer an Orgel und
E-Klavier bereicherte.
Besprechung des Weihnachtskonzertes 2012
Stefan Uhrmacher in der Saarbrücker Zeitung vom 9.1.2012
Canta Nova - ein vielseitiger und agiler Chor
Für ein besonderes musikalisches Erlebnis sorgte der Chor Canta Nova am vergangenen Freitagabend in der Christuskirche in Schwarzenacker. Das vor
gut einem Jahr wieder in die Öffentlichkeit zurückgekehrte Ensemble unter Leitung von Bernhard Schmitt hatte das Konzert unter das Motto "Aus einer
Wurzel zart" gestellt. [...] In der Christuskirche stellte sich Canta Nova als vielseitiger und agiler Chor dar. Er platzierte sich nicht statisch
im Altarraum der Kirche, sondern änderte ständig seine Zusammensetzung und Aufstellung, um den einzelnen Stücken gerecht zu werden. [...] Die drei
(es ist ein Ros-)Variationen zeigten das Spannungsfeld zwischen Klassik und Moderne auf, in dem sich der Chor sicher zu bewegen weiß. Jede Zeit und
deren typische musikalische Ausdrucksweise fand sich in der sehr emotionalen Darbietung wieder. Kontraste zeigte der Chor ebenso auf zwischen dem
klassischen "Also hat Gott die Welt geliebt" und dem viel jüngeren "A child is born" von Thad Jones.
Besprechung des Weihnachtskonzertes 2012
Michael Schneider im Pfaelzischer Merkur vom 9.1.2012
Canta Nova Saar überzeugt mit jugendlicher Frische [...] Hier hat der musikalische Nachwuchs das Wort - und dementsprechend forsch geht er auch die
musikalischen Probleme an. [...] Die stimmlichen Leistungen sind quer durch alle Tonlagen ausgezeichnet, nicht selten in solistischer Qualität.
Besprechung des Novemberkonzertes 2011
Peter Schröder in der Saarbrücker Zeitung vom 07.11.2011
[...] der junge Chor Canta Nova Saar [...] wirkt taufrisch [...]. Das Niveau der Darbietungen ist ungewöhnlich hoch. [...] Bernhard Schmidt
verzichtet auf Standardliteratur [...] in Sachen Mai. Wie vielstimmig verschnörkelt die Briten Thomas Morley, William Byrd und Thomas Weelkes vor gut
500 Jahren die Liebe mit ihren Freuden und Leiden in Szene gesetzt haben! Ganz anders skandinavische, amerikanische und deutsche zeitgenössische
Komponisten wie Hildor Lundvik, Einojuhani Rautavaara, Eric Whitacre oder Helmut Barbe mit Liedern, die klingen wir glasklares Gletscherwasser dank
der wunderbar ausgewogenen Sangeskunst von Canta Nova. [...] (die) Zuhörer erleben eine berührend zarte musikalische Chorstunde.
Besprechung des Mai-Konzertes 2011
Walter Faas in der Saarbrücker Zeitung vom 30.05.2011
[...] Bernhard Schmidt [...] machte sich mit wachem Ohr die akustischen Subtilitäten zunutze, indem er seine Schützlinge, je nach Besetzungsstärke
und Klangkonzeption der Stücke im Raum rochieren ließ. [...] ähnlich unterschiedlich wie die lokalen Positionen [...] waren die stilistischen Bereich
des Farben sprühenden musikalischen Mosaikes. Zeitübergreifende, stellenweise gegensätzliche Klangschattierungen machten das Hören interessant.
Gregorianik-timbrierte Anklänge etwa bei Hillerud, barocke Formstrenge bei Heinrich Schütz, dann wieder zarte, fast impressionistisch verklärte
Schwebungen bei Eric Whitacre oder polyphone Verdichtungen bei Benjamin Britten: der Abwechslungsreichtum in der formalen und harmonischen Gestaltung
der Kompositionen erhöhte die künstlerische Gesamtsspannung und vertiefte zugleich die gehaltliche Aussage.
Besprechung des Weihnachtskonzertes 2011
Peter Schröder in der Saarbrücker Zeitung vom 10.01.2011
[...] Knifflige zeitgenössische Noten ertönen und als Kontrast alte Musik. Ob nun ein modernes Arrangement des Schweden Jan Sandström [...], ob mit
Spannungsklängen gewürzte lichtdurchflutete Sphärenwellen aus der Feder des US-Komponisten Eric Whitacre oder federnde frühbarocke Rhythmen vom
Altmeister Heinrich Schütz - hier wird zügig und systematisch für die nächsten Konzerte geprobt. Die Choristen wirken ebenso entspannt wie motiviert,
die Kommunikation mit dem jungen Chef funktioniert.
Vorabbericht zu den Weihnachtskonzerten 2011
Stefan Uhrmacher in der Saarbrücker Zeitung vom 05.01.2011
[...] Dabei gelang es dem Chor, das Publikum immer wieder zu fesseln und mit den überraschenden Effekten der neuen Musik zu begeistern. [...]
Klangteppiche von bestechender Schönheit, klare Melodiebögen, rhythmische Prägnanz und sensible Textausdeutungen, mehr konnte man von einem
Konzertabend nicht erwarten. [...] Insgesamt ein Konzert das seine Spuren hinterlassen wird, dessen Entspanntheit Musikgenuss schafft. Es bleibt zu
hoffen, dass dieser Chor mit seiner Leichtigkeit und Musikalität auch mit einem neuen Leiter seinen Platz unter den saarländischen
Spitzenchorensembles wie dem Kammerchor Schaumberg, dem Robert-Schuman-Chor oder dem Kammerchor Saarbrücken behalten wird.
Daniel Conrad in der Saarbrücker Zeitung vom 10. Januar 2006
[...] Das gesangstechnische Niveau des jungen, etwa 25-köpfigen Chors aus Musikstudenten und Absolventen deutscher Musikhochschulen erwies sich als
hervorragend, die Intonation denkbar rein, der Klang bemerkenswert ausgeglichen, warm und voll, von fülligen Bässen grundiert, die dynamische
Bandbreite - vor allem im Pianobereich - außerordentlich. [...] Entsprechend dem ungewöhnlichen, ja exemplarisch-innovativen Hörerlebnis fiel dann
auch der Dank Zuhörer aus: in Form langer stehender Ovationen für CANTA NOVA Saar und seinen Leiter.
Edgar Stadtler in der Mittelhaardter Rundschau vom 23. März 2004
[...] Schon bei der eindringlichen Interpretation von Thomas Jennefelts „Warning to the Rich“ hatte CANTA NOVA bewiesen, dass Musik nicht unbedingt
„schön“ sein muss, um spannend zu sein. [...] Und so nutzten sie den ganzen Raum, ließen Wörter, Töne und Laute wie in einer Welle rund um den Saal
laufen, pfeilscharf in eine Richtung fliegen, oder woben einen ganzen Klangraum rund um die Zuhörer - Dolby-Surround-Effekte live erzeugt und nur
mit der Stimme.
Ein Hörexperiment, das auch die Zuhörer in der fast vollbesetzten Aula begeisterte, als sie endlich am Schluss des Konzertes
klatschen durften. [...] Standing Ovations für ein Ensemble, bei dem es - im besten Sinne des Wortes - ordentlich was auf und um die Ohren gibt.
Saarbrücker Zeitung vom 20. November 2003
Einen außergewöhnlichen musikalischen Genuss [...] bescherte im Kiliansdom der Kammerchor CANTA NOVA Saar [...] ein gelungenes Experiment, das
ungewohnte Klangerlebnisse bescherte, insbesondere weil die Vokalisation des saarländischen Ensembles von der leisesten bis zur kräftigeren
Lautstärke kultiviert vernehmbar und der bekanntermaßen etwas schwierigen Domakustik angemessen war. [...] Das spricht für ein kultiviertes Ensemble,
für eine intelligente musikalische Vortragskunst, für Disziplin, Konzentration und Sensibilität.
Klaus Linsenmeier im Würzburger katholischen Sonntagsblatt vom 26. Januar 2003
[...] ein Konzert der Spitzenklasse [...] Ebenso überzeugend der Chor: Ausgewogen in allen Stimmen, mit klangschönen Registern, problemloser
Intonation, rhythmischer Präzision und einer atemberaubenden Kraft in der Dynamik [...] bewegende Standing Ovations.
Helmut Fackler in der Saarbrücker Zeitung vom 29. April 2002
